Wenn Sie zurzeit arbeitslos sind und einen Job
suchen, können wir Ihnen vielleicht mit den folgenden
Informationen helfen.
Wenn Sie nicht arbeitslos sind, aber trotzdem einen Job suchen, sollten wir vielleicht einmal miteinander reden.


Wenn Sie einfach nur neugierig sind und sich deshalb hier befinden, so erfahren Sie
hier etwas über die Möglichkeit nach §45 SGBIII, kostenfrei die Dienstleistung einer privaten Arbeitsvermittlung in Anspruch zu nehmen.


Achtung!
Private Arbeitsvermittlung hat mit Zeitarbeit, die von einem Personaldienstleister angeboten wird,
überhaupt nichts zu tun. Leider wird dieses häufig angenommen. Wer sich aber weitergehend informiert, erkennt sehr schnell den Unterschied und sieht die Möglichkeit, durch die Zusammenarbeit mit einem privaten Arbeitsvermittler vielleicht einen Arbeitgeber kennenzulernen, der gerade einen Mitarbeiter sucht.


Wird diese Zusammenarbeit auf Basis eines Vermittlungsgutscheines nach §45 SGBIII durchgeführt,
so entstehen für den Arbeitsuchenden keine Kosten. Ansprechpartner für den Erhalt des Vermittlungsgutscheines sind die Bundesagenturen für Arbeit und die Jobcenter.


Wenn Sie mehr über den Vermittlungsgutschein und eine möglichen Zusammenarbeit erfahren möchten, lesen Sie gerne weiter oder sprechen uns einfach direkt an.


Zielstellung:
Ziel der Zusammenarbeit auf der Grundlage eines durch die Arbeitsverwaltung ausgegebenen Vermittlungsgutscheins ist, die berufliche Eingliederung eines Arbeitssuchenden in ein langfristiges versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, welches mindestens 15 Wochenstunden umfasst.


Voraussetzungen:
Einen Rechtsanspruch auf einen Vermittlungsgutschein hat, wer Anspruch auf Arbeitslosengeld hat
und in einer Rahmenfrist von drei Monaten vor der Beantragung des Gutscheines, mindestens 6 Wochen arbeitslos war und nicht vermittelt wurde.


Derjenige, der von der Bundesagentur für Arbeit sein Arbeitslosengeld I bezieht, hat einen Rechtsanspruch auf die Erhaltung eines Vermittlungsgutscheines.


Für Arbeitslosengeld II Anspruchsberechtigte kann ein Vermittlungsgutschein ausgestellt
werden. Ein Rechtsanspruch besteht nicht

 

Beantragung:
Die Ausstellung des Vermittlungsgutscheines muss vom Arbeitssuchenden bei der Arbeitsagentur bzw.
beim Job-Center beantragt werden. Der Antrag kann sowohl persönlich als auch telefonisch, sowie
schriftlich per Brief, Fax oder E-Mail erfolgen. Er kann auch durch einen bevollmächtigten Dritten, beispielsweise einem privaten Arbeitsvermittler beantragt und ihm übersandt werden.


Geltungsdauer:
Der Vermittlungsgutschein gilt grundsätzlich für 3 Monate.


Einschaltung eines Arbei tsvermittlers
Es können ein oder mehrere private Arbeitsvermittler eingeschaltet werden.

Die Arbeitsverwaltung darf aufgrund ihrer Neutralitätspflicht und aus wettbewerbsrechtlichen Gründen, keine bestimmten Vermittler empfehlen.


Vermi t t lung
Eine Vermittlung liegt nur vor, wenn der Vermittler im Kontakt mit dem Kunden und dem Arbeitgeber
stand und beide dazu bewegt hat, einen Arbeitsvertrag zu schließen.


Vergütung
Bei einer erfolgreichen Arbeitsvermittlung, in eine versicherungspflichtige Beschäftigung durch den
privaten Arbeitsvermittler, beträgt die Vergütung im normalen Fall 2.000 Euro. Die Vergütung wird in
Höhe von 1000 Euro nach einer sechswöchigen und der Restbetrag nach einer sechsmonatigen Dauer
des Beschäftigungsverhältnisses, an den Arbeitsvermittler, durch die Arbeitsagentur gezahlt.


Vergütungsanspruch
Ein Vergütungsanspruch, den die Arbeitsverwaltung erfüllen soll, setzt voraus, dass der Vermittler mit
dem Arbeitsuchenden einen schriftlichen Vermittlungsvertrag geschlossen hat. Dabei ist im Vermittlungsvertrag insbesondere die Vergütung des Vermittlers anzugeben. Der Vermittlungsvertrag muss vor der Vermittlung geschlossen werden.

 

Auszahlungsantrag
Dem Auszahlungsantrag des privaten Arbeitsvermittlers müssen folgende Anlagen beigefügt sein.

Im Original:

  • Vermittlungs- und Beschäftigungsbestätigung
  • Vermittlungsgutschein
  • Vermittlungsvertrag